Folge 3: Drei Romans auf zwei Rädern

Der große Jahresrück- und ausblick. Grazer Radhändler berichten.

Zweirad Neubauer © Wolfgang Kühnelt / radmobil
Zweirad Neubauer
© Wolfgang Kühnelt / radmobil

Der nächste große Bildungsstandort in Graz neben Uni und TU ist die FH JOANNEUM in Eggenberg. Dort gibt es mittlerweile etliche neue Radwege, bekannt geworden ist beispielsweise die etwas skurrile Lösung an der Ecke Eggenberger Straße/Alte-Post-Straße. Einige hundert Meter weiter, in einem großzügigen Gebäude mit der Hausnummer 130-132 residiert seit fast genau zwanzig Jahren „Zweirad Neubauer". Das Unternehmen, 1949 unweit dieses Standorts gegründet, wird bereits in dritter Generation von einem Herrn namens Roman Neubauer geführt. Wie der Opa, so der Vater, so der Sohn. Wir schnappen uns den Junior, der uns mit seiner Freundlichkeit und Kompetenz bereits in der Vergangenheit öfters ausgezeichnet bedient hat. Und so nimmt er sich auch Zeit für ein Gespräch, obwohl in einem so großen Geschäft immer was zu tun ist.

Wie war das Jahr 2021 für ihn? „Die Verfügbarkeit war natürlich nicht gut, das ist ja bekannt. Ersatzteile, Verschleißteile, da haben wir gekämpft. Aber an sich sind wir in einer Branche, der es gut geht. Die Nachfrage war da, es war ein tadelloses Jahr." Wer kauft denn bei den Neubauers bevorzugt ein? Leute aus dem FH-Umfeld? Nachbarn? „Wir decken ein breites Spektrum ab", sagt Roman Neubauer, „vom Kinderrad über das Alltagsrad bis zu Trekking-, City- und Mountainbike. Auch immer mehr Rennräder, Lastenräder und natürlich E-Bikes. Wenn man von sehr spezifischen Triathlon-Rädern absieht, führen wir eigentlich alles." Die Kundschaft kommt aus allen Teilen der Stadt, mittlerweile aber auch aus den steirischen Bezirken, teilweise sogar aus Wien und Niederösterreich. Übrigens: Der große Hype rund um die Elektroräder ist in Eggenberg eher nicht zu spüren. „15% sind wahrscheinlich E-Bikes. Man hört immer so Geschichten, dass es schon halbe-halbe ist. Aber man darf die hunderten Kinderräder oder Trekking-Bikes nicht vergessen."

Ein Ausblick auf das Jahr 2022 fällt Roman Neubauer zur Zeit schwer: „Auch die Industrie kann noch nichts Konkretes sagen. Aber womit wir konfrontiert sind: Preiserhöhungen, vor allem beim Transport und bei den Rohstoffen. Und die Verfügbarkeit? Wir hoffen, dass wir gut über die Runden kommen. Wir versuchen bewusst auf Hersteller und Lieferanten auf Europa umzusteigen, aber das ist in unserer Branche nicht so leicht. Die Masse der Artikel, Rahmen, Komponenten, Federgabeln, das kommt alles aus Asien. Eine Umstellung dauert da sicher ein Jahrzehnt."

Und womit ist Neubauer junior privat besonders gern unterwegs? Er lacht: „Im Moment mit dem Lastenrad, weil ich zwei kleine Kinder hab. Aber sonst variiert das. In einem Jahr macht mir das Mountainbiken mehr Spaß, dann wieder das Rennradfahren. So ähnlich sehe ich das übrigens auch bei vielen Kunden."

Die Neubauers gibt es natürlich auch im Web:  

www.neubauer-zweirad.at

Text & Foto: Wolfgang Kühnelt

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