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Steiermark Radmobil

Zwischen Tourismus und Alltagsradmobilität — Radregion Bad RADkersburg

Bad Radkersburg ist neben der Parktherme vor allem als Radregion bekannt. Die Altstadt stellt demzufolge für viele Hobbysportlerinnen und Hobbysportler den Start oder das Ziel ihrer Radtour dar. Aber nicht nur in den Tourismus wird investiert, auch ein Radverkehrskonzept für die Einheimischen steht in Planung. Ein Blick in den Südosten der Steiermark.

Diversität für Touristen

„Die Radregion steht für grenzenlosen Radgenuss in Österreich und Slowenien", sagt Dorli Weberitsch aus der Marketingabteilung des Externe Verknüpfung Tourismusverbands der Region Bad Radkersburg. Bereits 1992 rief KR Peter Merlini die RADregion Bad Radkersburg ins Leben. Daraufhin erarbeitete Sepp Königshofer die Radrouten. Kriterien zur Auswahl der Radwege waren Verkehrsaufkommen, Windrichtung oder beispielsweise die Möglichkeit zum Aufwärmen und Ausrollen in der Murebene. Durch die über die Mur errichtete Radbrücke in Donnersdorf findet viel Austausch mit Slowenien statt. Aber auch aus anderen Ländern Europas und Übersee radeln Sportbegeisterte die Strecken des Murradwegs oder Eurovelos 9 ab. Das AnRADeln, auch unter „Steirisches Radopening" bekannt, eröffnet alljährlich im Frühjahr die neue Radsaison und lädt zum Genussradfahren oder zur Familientour ein. 2019 zählte die Veranstaltung über 1400 Besucherinnen und Besucher.

Radtouristen aus der Obersteiermark nach einer wohlverdienten Pause im Stadtzentrum. © Julia Schuster
Radtouristen aus der Obersteiermark nach einer wohlverdienten Pause im Stadtzentrum.
© Julia Schuster

Diese beiden Radfahrer aus der Obersteiermark nutzten das letzte schöne Herbstwetter, um von Radkersburg nach Klöch und über den Grenzlandweg zurück ins Stadtzentrum zu radeln. „Man kann wieder zum Radfahren hierherkommen!", sagt die Obersteirerin.

Die Radwege locken auch Familien an. „Wir fahren öfters am Wochenende die Radtouren ab, wenn es die Zeit halt erlaubt!", sagt die Freizeitradlerin.

Eine Frau mit ihren beiden Söhnen bei einer Radtour am Wochenende. © Julia Schuster
Eine Frau mit ihren beiden Söhnen bei einer Radtour am Wochenende.
© Julia Schuster
Bad Radkersburgerin auf dem Heimweg von der Arbeit. © Julia Schuster
Bad Radkersburgerin auf dem Heimweg von der Arbeit.
© Julia Schuster

Radverkehrskonzept in Planung

Weberitsch kann mehr und mehr Alltagsradlerinnen und Alltagsradler in Bad Radkersburg beobachten. Das liege einerseits an den laufenden Investitionen in die Radmobilität, andererseits an der flachen Umgebung.

Die Bad Radkersburgerin fährt täglich mit dem Rad zur Arbeit. Ihrer Meinung nach gibt es genügend gut ausgebaute Radwege in der Stadt. Die Radmobilität in Bad Radkersburg entwickelt sich aber immer weiter. Die erste Externe Verknüpfung Fahrradstraße der Steiermark wurde 2018 im Ortsteil Mitterling eröffnet und ermöglicht auf einem 600 Meter langen Abschnitt sicheres Radfahren mit PKW-Anrainerverkehr. 2019 wurde ein Geh- und Radwegabschnitt vor dem neuen ÖAMTC-Standort gebaut und in einen Geh- und Radweg im Kurviertel, der vor Kurzem freigegeben wurde, wurden zirka 120.000 Euro investiert. Das 60-Kilometer-Radwegenetz steht noch in Planung, soll aber im Zuge der Radverkehrsstrategie 2025 des Landes Steiermark umgesetzt werden. „Die ersten Schritte konzentrieren sich darauf, dass der Verkehr sicherer wird", sagt Stadtrat und Projektleiter Manfred Mikl. Das Ziel des Radwegenetzes ist, jeder Radkersburgerin und jedem Radkersburger zu ermöglichen, mit dem Fahrrad, einem Lastenrad oder ähnlichen Transportmitteln, auf gesicherten und gekennzeichneten Radwegen zu jedem Punkt der Gemeinde zu kommen. Auch „Sharrows", die farblich unterlegten Wegweiser, die in Feldbach schon eingeführt wurden, werden die Einheimischen auf den Hauptradrouten leiten. Laut einem Bericht der Kleinen Zeitung betrage das Investitionsvolumen für das Radwegenetz 2,37 Millionen Euro.

Ein Blick in die Zukunft

Als Zukunftschance für Bad Radkersburg sieht Weberitsch einen Radwegeanteil in einer Begegnungszone. Dieser ist mit fast einer Million Euro dotiert und im Externe Verknüpfung Radverkehrskonzept vorgesehen. Der Vorteil sei die ähnliche Geschwindigkeit der Nutzerinnen und Nutzer. Jedoch betont sie auch, dass eine Fußgängerzone „der Idealzustand einer Stadtanlage, die sich um den UNESCO-Weltkulturerbe-Status bemüht," sei.

(von Julia Schuster/FH Joanneum in Kooperation mit Radmobil Steiermark)

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